Häffner fordert Prüfung aller Alternativen

Die grüne Landtagsabgeordnete Petra Häffner aus Schorndorf kritisiert die Aussage des Wasserverbands Rems, dass der Bau des HRB 5 „alternativlos“ sei. „Das Gutachten des Wasserverbands Rems hat nicht alle Alternativen berücksichtigt. Sonst sähe das Ergebnis anders aus“, sagt Häffner.

 

Ein funktionierender Hochwasserschutz an der Wieslauf bringt genügend Entlastung für die Rems

Der NABU Schorndorf mit seinem Vorstandssprecher Wolfgang Bogusch war auf Petra Häffner zugegangen. Der NABU kämpft um den Erhalt des einzigartigen Naturschutzschutzgebiets Morgensand Seelachen, ein FFH Schutzgebiet mit europäischem Schutzstatus. In einem Gutachten, das der NABU in Auftrag gegeben hatte, waren sehr wohl Alternativen zum Bau des HRB 5 aufgezeigt worden. Die Kernthese ist: Ein ausreichender Hochwasserschutz an der Wieslauf minimiert im Ernstfall entscheidend die Wassermenge, die von der Wieslauf in die Rems fließt. Ein funktionierender Hochwasserschutz an der Wieslauf bringt deshalb auch den Remsanliegern ausreichend Schutz vor Hochwasser.  Denn darin ist sich Häffner sicher: „Hochwasserschutz muss sein. Es geht um Leib und Leben, Hab und Gut der Menschen, die in den dichtbesiedelten Flusstälern an Rems und Wieslauf leben und wirtschaften. Das hat Vorrang“. 

Andererseits habe der Rückgang der Artenvielfalt dramatische Ausmaße angenommen: „Jeden Tag sterben 100 Arten aus. Unter diesen Umständen gibt man eine intakte, wertvolle Fläche wie Morgensand-Seelachen nicht einfach auf“, findet Häffner.

 

Hochwasserschutz und Naturschutz - ein lösbarer Konflikt

Häffner sieht den Konflikt zwischen Hochwasser- und Naturschutz als lösbar an: „In diesem Fall ginge beides. Schutz der Menschen und Schutz der Natur. Das muss man jedoch wollen!“ Die Abgeordnete versteht überhaupt nicht, dass die Stadt Schorndorf nicht selbst mit allen Mitteln um den Erhalt des letzten großen flächenhaften Schutzgebietes an der Rems kämpft. „ Wir richten eine Forscher-Fabrik ein und haben im Morgensand-Seelachen ein einzigartiges Forschungsgebiet für kleine und große Naturforscher. Dafür müssen andere weit fahren. Wollen wir, dass unsere Kinder artenreiche Wiesen oder den Eisvogel nur noch virtuell erleben?“

Faires und transparentes Verfahren gefordert

Häffner möchte, dass sich Wasserverband, Stadt Schorndorf und der Naturschutz auf Augenhöhe begegnen und alle Fakten auf dem Tisch liegen. „Wir müssen in einem fairen Verfahren alle Möglichkeiten prüfen und dann abwägen. Dann braucht es gar keinen Prozess“.  Zu einer ausgewogenen Beurteilung gehören nach Häffners Meinung die Einarbeitung der neuen Hochwassergefahrenkarten an Rems und Wieslauf. Bislang wurde die Fortschreibung nur für die Rems beantragt. Dazu gehöre auch die Berücksichtigung  aller vom NABU – Gutachten vorgeschlagenen Varianten wie der Bau eines 700.000 m³ umfassenden Staubeckens auf der Gemarkung Miedelsbach.  Der Wasserverband Rems hat nur ein wesentlich kleineres Becken mit lediglich 300.000 m³   Stauvolumen in sein Gutachten einbezogen.
 

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