Grüne fragen beim Ministerium nach

Antrag der Grünen im Bildungsausschuss

Als sportpolitische Sprecherin fragte Petra Häffner nach konkreten Gründen für fehlenden Schwimmunterricht und welche Maßnahmen vom Kultusministerium ergriffen würden, um die Anzahl der Schulen ohne Schwimmunterricht zu reduzieren. Von insgesamt 2.396 Grundschulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) im Land gaben in einer Erhebung des Ministeriums zu Beginn des laufenden Schuljahres 1.904 Schulen (knappe 80 Prozent) an, dass Schwimmunterricht stattfindet. "Gegenüber der letzten Erhebung in 2018/19 haben sich die Zahlen  verbessert. Damals hatten 1.766 der Grundschulen (rund 76 Prozent) angegeben, Schwimmunterricht anzubieten.

Fraktionsübergreifend waren sich die Ausschussmitglieder einig , dass der aktuelle Anteil an Schulen ohne Schwimmunterricht immer noch zu hoch sei. „Hier muss genau hingeschaut werden, ob Schwimmflächen fehlen oder vorhandene, z.B. Freibäder, noch nicht genutzt werden,“ unterstrich Häffner. Schulen, an denen aktuell kein Schwimmunterricht stattfindet, hätten dies in der Erhebung vor allem mit einem fehlenden Zugang zu Wasserflächen (292 Schulen), dem Fehlen qualifizierter Lehrkräfte (73 Schulen) oder beidem zugleich (127 Schulen) begründet. "Da müssen wir auch von unserer Seite aus die Kommunen konstruktiv unterstützen, findet Häffner.

Kultusministerin Theresa Schopper will alle Grundschulen ohne Schwimmunterricht möglichst noch im Schuljahr 2023/2024 über die Schulaufsicht unterstützen und beraten. Als konkrete Maßnahme nannte die Ministerin u.a. Fortbildungen zum Thema Schwimmen am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL). Schulen, die ausschließlich aufgrund fehlender qualifizierter Schwimmlehrkräfte keinen Schwimmunterricht anbieten, könne so eine Lösung angeboten werden. Auch bei begründet fehlendem regelmäßigem Zugang zu Wasserflächen gebe es Lösungen, um Schwimmunterricht anbieten zu können. Längeren Anfahrtszeiten begegne man beispielsweise durch Schwimmschullandheime oder Blockunterricht. Zudem habe sich das SchwimmMobil „Wundine on Wheels“ zur Wassergewöhnung sehr gut etabliert. Insgesamt hätten seit Herbst 2022 über 700 Kinder von fünf bis acht Jahren das kostenlose Angebot nutzen können. „Besonderer Dank gebührt der DLRG und Schwimmvereinen, die Schwimmunterricht in Kooperationen mit Schulen anbieten, aber auch den Kommunen, die ihre Schwimmflächen engagiert erhalten,“ sagte Petra Häffner abschließend

 

 

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